Sterben Sprüche
Sprüche über Sterben
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Wir springen wie ein elektrischer Funken in die andre Welt hinüber.
Und sterbe ich, so ist es nur, als ob ein Schlafender sich auf die andre Seite kehrt, der Vogel seinen Flug ändert, die Welle ihren Weg.
Wohl bin ich nur ein Ton Im schönen Liede Gottes; Doch wie das schöne Lied Wird nimmermehr verklingen, So wird der Ton im Liede Auch nimmer gehn verloren, Nicht brechen sich am Grabe: Und was im Erdenleben Mit ihm zusammenklang, Wird einst mit ihm erklingen Zu freudigen Akkorden Im Strom des ewgen Liedes.
Es spricht eine Stimme: Predige!, und ich sprach: Was soll ich predigen? Alles Fleisch ist Gras, und alle seine Güte ist wie eine Blume auf dem Felde. Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt; denn des Herrn Odem bläst darein. Ja, Gras ist das Volk! Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, aber das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich.
Weinet nicht! Weinet nicht, o weinet nicht Um die Lieben, die geschieden! Wenn ein Menschenherz hier bricht, Geht es ein zum ew'gen Frieden. Gönnt ihm, daß der Kampf vollbracht, Freut euch, daß es ausgerungen; Daß aus finstrer Erdennacht Es zum Licht ist vorgedrungen! Wir, die noch im Kampfe stehn, An der Last noch müssen tragen Und den letzten Gang noch gehn, Wir sind eher zu beklagen. Laßt es Freudenthränen sein, Die an teuern Gräbern fließen! – Hoffnungsblüten, duftig, rein, Mögen aus dem Staube sprießen!
Was ein Sterbender sagt, wird immer bedeutsam; durch das Menschliche klingt das Ewige hindurch.
Um die Lippen aller Toten muß ein Lächeln spielen, ein wehes, mitleidiges Lächeln über all die Nichtigkeiten, mit denen die Lebenden die kurze Spanne Zeit, die ihnen noch gegeben ist, hastend ausfüllen. Wie erbärmlich erscheint vieles von dem, was uns leidenschaftlich bewegt – im Schatten des Grabes.
Herr, wie du willst, soll mir geschehn, Und wie du willst, so will ich gehn: Hilf deinen Willen nur verstehn. Herr, wenn du willst, dann ist es Zeit, Und wenn du willst, bin ich bereit, Heut und in alle Ewigkeit.
Ehe ein Vogel stirbt, werden seine Töne traurig; ehe ein Mensch stirbt, werden seine Worte gut.
Wenn man erst wüsste, auf welche Weise man sterben muss, dächte man nur noch an den Tod.
Die letzte Stunde wünsche ich mir nicht zu frühe und wünsche sie mir nicht zu spät.
Als Michael Hahn im Sterben lag, sagte ein Umstehender: "Jetzt hört das Leben auf." Mit letzter Kraft richtete sich der Totgeglaubte auf und rief: "Nein, jetzt fängt das Leben an!"
Mit der Welt bin ich nun fertig, Gegenwärtig, Mit der Welt der Gegenwart, Einer besseren gewärtig, Reisefertig; Stör' o Welt, nicht meine Fahrt! Lass' du mich, wie ich dich lasse, Ruhig gehn die eigne Straße, Wir gehen besser ungepaart Ich allein, und du geschart.
Amen! Und laß' als guten Mann mich sterben! –
Wo ein Sterbender liegt und wo ein großes Glück im Menschenherzen mit dem Tode ringt, da muß es still sein ringsumher und die teilnehmende Liebe verharrt in ehrfurchtsvoller Scheu.