Wenn alle Bande sich auflösen, wird man zu den häuslichen zurückgewiesen.
Denn zu Zeiten der Not bedarf man seiner Verwandten.
Wenn Familien sich lange erhalten, so kann man bemerken, daß die Natur endlich ein Individuum hervorbringt, das die Eigenschaften seiner sämtlichen Ahnherrn in sich begreift, und alle bisher vereinzelten und angedeuteten Anlagen vereinigt und vollkommen ausspricht. Ebenso geht es mit den Nationen, deren sämtliche Verdienste sich wohl einmal, wenn es glückt, in einem Individuum aussprechen.
Man wird nicht ärmer, wenn man sein Hauswesen zusammen zieht.
Was verkürzt mir die Zeit? – Tätigkeit! Was macht sie unerträglich lang? – Müßiggang! Was bringt in Schulden? – Harren und Dulden! Was macht gewinnen? – Nicht lange besinnen! Was bringt zu Ehren? – Sich wehren!
Die Zeit ist selbst ein Element.
Mein Erbteil wie herrlich, weit und breit! Die Zeit ist mein Besitz, mein Acker ist die Zeit.
Die Zeit ist unendlich lang und ein jeder Tag ein Gefäß, in das sich sehr viel eingießen läßt, wenn man es wirklich ausfüllen will.
Alles hat seine Zeit! Ein Spruch, dessen Bedeutung man bei längerem Leben immer mehr anerkennen lernt; diesem nach gibt es eine Zeit zu schweigen, eine andere zu sprechen.
Die Zeit überschlägt sich wie ein Stein vom Berge herunter, und man weiß nicht, wo sie hinkommt und wo man ist.
Das Jahrhundert ist vorgerückt; jeder Einzelne aber fängt doch von vorne an.
Wie oft hast du diese Gestirne leuchten gesehen, und haben sie dich nicht jederzeit anders gefunden? Sie aber sind immer dieselbigen und sagen immer dasselbige: 'wir bezeichnen', wiederholen sie, 'durch unsern gesetzmäßigen Gang Tag und Stunde; frage dich auch: Wie verhältst du dich zu Tag und Stunde?'
In Lebensfluten, im Tatensturm Wall ich auf und ab, Webe hin und her! Geburt und Grab, Ein ewiges Meer, Ein wechselnd Weben, Ein glühend Leben, So schaff ich am sausenden Webstuhl der Zeit Und wirke der Gottheit lebendiges Kleid.
Man rühmt das achtzehnte Jahrhundert, daß es sich hauptsächlich mit Analyse abgegeben; dem neunzehnten bliebt nun die Aufgabe, die falschen obwaltenden Synthesen zu entdecken und deren Inhalt aufs neue zu analysieren.
Die Zeit rückt fort und in ihr Gesinnungen, Meinungen, Vorurteile und Liebhabereien.
Benutze redlich deine Zeit! Willst was begreifen, such's nicht weit.
Es rennt der Mensch, es fliehet Vor ihm das bewegliche Ziel. Er zieht und zerrt vergebens Am Vorhang, der schwer auf des Lebens Geheimnis, auf Tagen und Nächten ruht.
Die Zeit entschuldigt, wie sie tröstet. Worte sind in beiden Fällen von wenig Kraft.
Es kommt alles darauf an, daß man die Zeit wohl braucht und keine Stimmung versäumt.
Der Tag läuft weg wie das Leben, man tut nichts und weiß doch nicht, wo die Zeit hinkommt.
Hoffnung gießt in Sturmnacht Morgenröte!