Alter Sprüche – kinder

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Mit Schmerzen durfst du auf die Welt; Du weißt nichts mehr davon – Mit Schmerzen mußt du aus der Welt: Du merkst es leider schon!

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Altern ist einsam werden und die du liebtest begraben; Wohl dir, wenn dir ein Kind hold die Verlornen ersetzt!

Geibel, E., Gedichte. Distichen vom Strande der See, 48.

Daß doch die Jugend immer zwischen den Extremen schwankt! Ich finde nichts natürlicher, als alles zu verbinden, was uns Vergnügen und Vorteil bringt.

Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre, 1795/6. 1. Buch, 12. Kap., Die Alte zu Mariane

Werde jung alt, so bleibst du lang alt.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Ein vergnügter Greis ist eben nur ein alter Knabe.

Schleich, Erlebtes, Erdachtes, Erstrebtes, 1928

Nur der Jugend steht die Torheit an. Dem Alter steht alles so, wie es ist, oder – noch schlimmer.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Es ist Torheit, sich gegen das Altwerden schützen zu wollen, indem man an den Gewohnheiten der Jugend festhält.

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Es ist besser, ein altes Kind als ein junger Greis zu sein.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Wer nicht ganz verwöhnt und hinlänglich jung ist, findet nicht leicht einen Ort, wo es ihm so wohl sein könnte als im Theater.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Johann Peter Eckermann, 22. März 1825

Erst wenn man alt ist, verstünde man so recht, jung zu sein.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Jugendthorheit ist auch einer von den vielen mißbrauchten und die eigene Schwäche beschönigenden Ausdrücken, denn wir nennen Thorheit gewöhnlich immer dasjenige, was uns nicht mehr reizt oder wozu wir nicht mehr befähigt sind; die Sehnsucht aber, noch gereizt zu werden oder dazu befähigt sein zu können, lebt dessenungeachtet wehmutsvoll in uns fort.

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Die Jugend ist vergessen Aus geteilten Interessen; Das Alter ist vergessen Aus Mangel an Interessen.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Zahme Xenien 5

Nicht die Jugend bedarf bei ihrem Schaffen der Ermunterung, sondern das Alter.

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Das Alter verklärt oder versteinert.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen (in: Neue Monatshefte für Dichtkunst und Kritik), 1877

Ich wollte schon immer alt werden, wenn nur die, die um mich her sind, jung blieben.

Humboldt, W., Briefe an eine Freundin (gemeint ist Charlotte Diede), 2 Bde., 1847. 8. März 1833

Ist das Alter entfernt, wer wünscht es nicht? Kommt es denn endlich, Tadelt es jeder; als Schuld dünkt es uns schöner zu sein.

Haug/Weisser (Hg.), Epigrammatische Anthologie, 10 Bde., 1807-1810

Nichts macht so alt als der Eifer, jung zu scheinen.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Greise, die besonnen und weder grämlich noch unfreundlich sind, haben ein erträgliches Alter, Schroffheit aber und Unfreundlichkeit machen jedes Alter lästig.

Cicero, Cato der Ältere über das Greisenalter (Cato maior de senectute), 44 v. Chr. Originaltext: Moderati enim et nec difficiles nec inhumani senestolerabilem senectutem agunt, importunitas autem et inhumanitas omni aetati molesta est

Willst du im Alter glücklich sein, mußt du vergessen, was du in der Jugend versäumt hast!

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Es ist ein Jammer, daß die Zeit so kurz ist zwischen der Spanne, wo man zu jung, und jener, wo man zu alt ist.

Montesquieu, Meine Gedanken (Mes pensées), 1899-1901 (posthum), übersetzt von Fritz Schalk. Über das Glück

Das entzückende Gefühl des richtigen Alters: "Wenn ich den Krempel um mich her ansehe und mir sagen darf, das brauchst du ja nicht mehr!"

Raabe, Gedanken und Einfälle (Sämtliche Werke, Dritte Serie, Bd. 6), 1913