Gott Sprüche – klassisch

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Nehmt die Gottheit auf in euren Willen, Und sie steigt von ihrem Weltenthron.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Das Ideal und das Leben, Erstdruck 1795 unter dem Titel "Das Reich der Schatten", später auch unter dem Titel "Das Reich der Formen"

Das hohe Göttliche, es ruht in ernster Stille; Mit stillem Geist will es empfunden sein.

Schiller, Die Huldigung der Künste. Ein lyrisches Spiel, Erstaufführung in Weimar am 12. November 1804. Tanz

Sie [die Germanen] halten allein diejenigen für Götter, die sie sehen, und von deren Wirkung sie offenbaren Nutzen haben, als die Sonne, das Feuer und den Mond. Die übrigen kennen sie nicht einmal vom Hörensagen.

Caesar, De Bello Gallico (Über den Gallischen Krieg), 58-51/50 v. Chr. 6,21

Wer dem Gebot der Götter gehorcht, den hören sie wieder.

Homer, Ilias, 2. Hälfte des 8. Jhdts. v. Chr

Fragst du, wie Gott, das Wort, in einer Seele wohne? So wisse: wie das Licht der Sonnen in der Welt, Und wie ein Bräutgam sich in seiner Kammer hält, Und wie ein König sitzt in seinem Reich und Throne, Ein Lehrer in der Schul, ein Vater bei dem Sohne Und wie ein teurer Schatz in einem Ackerfeld Und wie ein lieber Gast in einem schönen Zelt, Und wie ein Kleinod ist in einer guldnen Krone, Wie eine Lilie in einem Blumental Und wie ein Saitenspiel bei einem Abendmahl Und wie ein Zimmetöl, in einer Lamp entzunden, Und wie das Himmelsbrot in einem reinen Schrein Und wie ein Gartenbrunn und wie ein kühler Wein: Sag, ob er anders wo so schöne wird gefunden?

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Dein ist alles Dein ist alles, all und jede Wonne, wenn sie aufgeht, dir als eigene Sonne, jeder Tag vom Licht emporgetragen, wenn er aufgeht dir als eigners Tagen. Dein ist alles, all der Blumen Glühen, weenn hervor sie aus sich selber blühen. All die Rosenknospen auf der Erden, wenn sieRosen in dir selber werden. Dein ist alles, was in Tal und Hügeln lichtvoll sich in dir kann widerspiegeln. Dein die Himmel selbst und selbst die Sterne, wenn du Glanz hast für den Glanz der Ferne.

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Wie höflich ist Gott. Er sagte: "Er soll dein Herr sein!" Dann schwieg er und sah dich freundlich und erwartungsvoll an und glaubte, du sagtest nun deinerseits: "Und ich will Ihr Diener sein und Sie auf meinen Händen tragen!" Und immer noch schweigt er und wartet auf dies, dein Wort.

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Was bist du Mensch? Ein Gottgedanke! Und hat, der dich hienieden gedacht, Wenn dir gefallen der Sterblichkeit Schranke, Nicht weiter dich zu denken die Macht?

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Diese absolute Einheit, die keinen Gegensatz hat, ist das absolut Größte – Gott.

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Will man fragen nach den Geheimnissen Gottes, so frage man nach dem ärmsten Menschen, der auf Erden weilt und der mit Freuden arm ist aus Liebe zu Gott; der weiß von Gottes Geheimnissen mehr denn der weiseste Gelehrte auf Erden.

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Die Vernunft, die man fassen kann, ist nicht die ewige Vernunft. Der Name, den man nennen kann, ist nicht der ewige Name.

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Wie kann einer verborgen bleiben vor dem was nimmer untergeht!

Diels/Kranz (Hg.), Die Fragmente der Vorsokratiker, hg. von Hermann Diels und Walther Kranz, 3 Bde., 1903-10. 16.

Ohne Gott ist das Ich einsam durch die Ewigkeiten hindurch.

Jean Paul, Levana oder Erziehlehre, 2. Auflage 1811 (EA: 1807). Viertes Kapitel. Bildung zur Religion. § 39

Der du allein der Ewige heißt und Anfang, Ziel und Mitte weißt im Fluge unsrer Zeiten; bleib du uns gnädig zugewandt und führe uns an deiner Hand, damit wir sicher schreiten.

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Das Beste, was du von Ihm verlangen kannst, ist das, was Er von dir verlangt.

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Raphael.Die Sonne tönt nach alter Weise In Brudersphären Wettgesang, Und ihre vorgeschriebne Reise Vollendet sie mit Donnergang. Ihr Anblick gibt den Engeln Stärke, Wenn keiner sie ergründen mag; Die unbegreiflich hohen Werke Sind herrlich wie am ersten Tag.Gabriel.Und schnell und unbegreiflich schnelle Dreht sich umher der Erde Pracht; Es wechselt Paradieseshelle Mit tiefer, schauervoller Nacht; Es schäumt das Meer in breiten Flüssen Am tiefen Grund der Felsen auf, Und Fels und Meer wird fortgerissen In ewig schnellem Sphärenlauf.Michael.Und Stürme brausen um die Wette, Vom Meer aufs Land, vom Land aufs Meer, Und bilden wütend eine Kette Der tiefsten Wirkung rings umher. Da flammt ein blitzendes Verheeren Dem Pfade vor des Donnerschlags; Doch deine Boten, Herr, verehren Das sanfte Wandeln deines Tags.Zu drei.Der Anblick gibt den Engeln Stärke, Da keiner dich ergründen mag, Und alle deine hohen Werke Sind herrlich wie am ersten Tag.

Goethe, Faust. Eine Tragödie. Prolog im Himmel, 1808. Die drei Erzengel

Gott herrscht vom Holz (vom Kreuz) herab.

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Gott kam durch die Hintertür in diese Welt.

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Gott sage ich und meine den Geist, der die Natur durchströmt, dessen auch ich ein winziges Teilchen bin, den ich im großen Sturme fühle.

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Allein zu sein, Und ohne Götter, ist der Tod.

Hölderlin, Der Tod des Empedokles, entstanden 1797-1800, unvollendetes Drama, posthum veröffentlicht in drei Fassungen 1846. 1. Akt. 3. Auftritt. Empedokles [Zweite Fassung]

O Diener, wo suchst du mich? Sieh doch! Ich stehe neben dir. Weder in Tempeln noch in Moscheen wohne ich. Weder in der Kaaba noch in der Kâilas: Weder in Riten noch Zeremonien, noch in Yoga oder Entsagung. Wenn du mich wahrhaftig suchst, wirst du mich dort erblicken: wirst du mich treffen im Nu. Kabir sagt, o Sadhu! Gott ist der Atem in allem Atem.

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