Gott Sprüche – klassisch

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Die Götter, die ihr euch macht, werden euch richten!

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Gott kann nicht durchsucht und durchsiebt werden nach Menschenart, weil in Gott nichts ist, was nicht Gott ist.

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Ich kenne alle Wesen, die da waren, die da sind, Und die noch werden sein, mich kennet keiner.

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Aber der Mensch entwirft, und Zeus vollendet es anders.

Homer, Ilias, 2. Hälfte des 8. Jhdts. v. Chr

Du wirst kein Buch finden, da du die göttliche Weisheit könntest mehr inne finden zu forschen, als wenn du auf eine in vieltausenderlei Kräutern grünende und blühende Wiese gehest: da wirst du die wunderliche Kraft Gottes sehen, riechen und schmecken, wiewohl es nur ein Gleichnis ist.

Böhme, Beschreibung der drei Prinzipien göttlichen Wesens (De tribus principiis), 1619

Ich bin alles, was gewesen, was ist und was sein wird, und mein Gewand hat noch kein Sterblicher gelüftet.

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Die heilge Majestät, willst du ihr Ehr erzeigen, Wird allermeist geehrt mit heilgem Stilleschweigen.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Das Höchste in der Welt, das Tiefste, bist du; Ich weiß nicht, was du bist, was ist, das bist du.

Hammer-Purgstall, Geschichte der schönen Redekünste Persiens, 1818

Die Übel will die Gottheit entweder nicht beseitigen oder sie kann es nicht; oder sie kann es, aber will es nicht; oder sie will es weder, noch kann sie es; oder sie will und kann es. Wenn sie es kann und nicht will, so ist sie mißgünstig: eine Eigenschaft, die ihr billigerweise fremd sein sollte. Wenn sie es weder will noch kann, so ist sie mißgünstig und schwach, also auch keine Gottheit. Wenn sie es aber will und kann, was allein der Gottheit würdig ist, woher kommen dann die Übel, oder warum werden sie nicht von ihr beseitigt?

Nestle, Die Nachsokratiker, 2 Bde., 1923. Aus unbestimmten Schriften [68]

Gott ist so groß, daß Menschenworte ihm nicht gerecht werden, noch die Sinne ihn erreichen können.

Lactantius, Vom Zorn Gottes (De ira Dei)

Ihm ist keiner der Geringste – Wer sich mit gelähmten Gliedern, Sich mit wild zerstörtem Geiste, Düster ohne Hilf' und Rettung, Sei er Brahma, sei er Paria, Mit dem Blick nach oben kehrt, Wird's empfinden, wird's erfahren: Dort glänzen tausend Augen, Ruhend lauschen tausend Ohren, Denen nichts verborgen bleibt.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Lyrisches. Paria. Aus: Legende, ents. zwischen 1783 und 1823, Erstdruck 1824

Ich glaube an Gott, Mozart und Beethoven.

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Die Menge erkennt Gott nur durch die Schrecken der Natur, den Genius nur durch seine Triumphe.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Wer Gott nicht hat, der hat unfehlbar einen Götzen.

Lhotzky, Vom Erleben Gottes, 1908

Der Zorn Gottes währt nur einen Augenblick, die göttliche Barmherzigkeit ist ewig.

Joubert, Gedanken und Maximen, in: Die französischen Moralisten: Neue Folge. Galiani, Fürst von Ligne, Joubert, Dieterich Verlag 1940. Über Gott und die Schöpfung

Wenn auch der Mensch die Weltgeschichte macht, die Kapitelüberschriften macht Gott.

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Gebt ihr dem Göttlichen irdische Form, wie wollt ihr es hindern, daß sie das irdische Los alles Vergänglichen teilt? Alternd erstarrt sie zuletzt, und im Dunkeln verkümmert der hohe Inhalt oder zersprengt, sich zu befreien, das Gefäß.

Geibel, E., Gedichte. Spätherbstblätter, 1873-1877. Distichen aus dem Wintertagebuche

Unermeßbar Wer hat den Sand gezählt, welcher im Wasser haust? Wem hat kein Blatt gefehlt, Wenn der November braust? Wer weiß im Januar, Wie viel der Flocken weh'n? Wie viele auf ein Haar Tropfen aufs Weltmeer geh'n? Wer mißt den Ozean, Wo er am tiefsten fließt? Wer mag die Strahlen seh'n Welche die Sonne schießt? Wer holt das Lichtgespann Fliegender Blitze ein? Nenne den Wundermann? Keiner mag größer sein. Gott ist die Ohnezahl, Vor dem die Zahl vergeht, Der durch den Sternensaal Sonnen wie Flocken weht, Gott ist überall, Gott ist der Ohnegrund, Schneller als Licht und Schall, Tiefer als Meeresgrund. Sandkörner zählest du, Nimmer die Freundlichkeit, Weltmeere missest du, Wie die Barmherzigkeit; Sonnenstrahlen holst du ein, Nimmer die Liebe doch, Womit dein Gnadenschein Sündern entgegenflog.

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So lebe ich, so sterbe ich einmal, und wenn ich gestorben bin, so wird man mir vielleicht das Zeugnis geben, daß ich nichts für mich gewollt habe, daß ich nichts gesucht habe als Gott allein.

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Wer nur den lieben Gott läßt walten!

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Gott, dessen Ruhm erhaben ist, spricht: jeder, der vier Sprüche aus den vier himmlischen Büchern gebührlich ausübt, wird alle Wünsche, welche er haben mag, in dieser Welt und in der Ewigkeit erreichen. Aus der Torah (dem Pentateuch): wer genügsam ist, ist gesättigt; aus den Psalmen: wer stillschweigt, ist errettet; aus dem Evangelio: wer sich abscheidet (wer abgeschieden lebt), bleibt wohlbehalten, und aus dem Koran: wer auf Gott vertraut, dem ist Er genug.

Diez, Denkwürdigkeiten von Asien, in Künsten und Wissenschaften, Sitten, Gebräuchen und Alterthümern, Religion und Regierungsverfassung aus Handschriften und eigenen Erfahrungen gesammelt, 1811-15. Lehren der Weisen