Liebe Sprüche – hoffnung
250 Sprüche gefunden
Gefunden Du hast ein Herz gefunden; Hell durch die Seele bricht Nach sturmbewegten Stunden Der Liebe Sonnenlicht. Was deinen Geist umschwebte Im süßen Traum der Nacht, Was selig dich durchbebte, so oft du sein gedacht: Das Bild, das du getragen, Verklärt im Herzensschrein In sehnsuchtsbangen Tagen - Dies holde Bild ist dein. Wohl klingt's in solchen Stunden Wie Sang im Lenzrevier. - Du hast ein Herz gefunden; Der Himmel hüt' es dir!
An deiner Brust An deiner Brust ist meine Stelle, In deinen Armen mein Asyl! Mich warf des Sturm's empörte Welle An dieses bang ersehnte Ziel. Die Gaben, die das Leben zieren, Jedwedes Gut, das köstlich heißt, Was ich besaß, mußt' ich verlieren, Daß du fortan mir Alles sei'st. Jetzt, da ich Alles hingegeben, Wird mir's durch dich zurückgeschenkt, Wenn unter wonnevollem Beben Dein Mund auf meine Stirn' sich senkt.
Wo noch Liebe ist, da kann alles wieder gut werden.
Der Bote Am Himmelsgrund schießen So lustig die Stern, Dein Schatz läßt dich grüßen Aus weiter, weiter Fern! Hat eine Zither gehangen An der Tür unbeacht', Der Wind ist gegangen Durch die Saiten bei Nacht. Schwang sich auf dann vom Gitter Über die Berge, übern Wald – Mein Herz ist die Zither, Gibt ein'n fröhlichen Schall.
Bitte O wende dich nicht ab von mir, O schau mich wieder freundlich an! Nur einen solchen Blick von dir, Wie er mir sonst so wohlgetan! Ich will ja folgen wie ein Kind, Ich will ja schweigen wie das Grab, Mit keinem Wörtlein, noch so lind, Gestehn, daß ich so lieb dich hab. Gern will ich tragen jede Pein, Nur sei mir wieder gut und mild! Ach! Ohne Hoffnung kann ich sein, Nicht ohne dich, du süßes Bild!
Ja, ungeschwächt will ich ihn [den Geist] in die späteren Jahre bringen, nimmer soll der frische Lebensmut mir vergehen; was mich jetzt erfreut, soll mich immer erfreuen; stark soll mir bleiben der Wille und lebendig die Phantasie, und nichts soll mir entreißen den Zauberschlüssel, der die geheimnisvollen Tore der höheren Welt mir öffnet, und nimmer soll mir verlöschen das Feuer der Liebe.
In einer Welt, in der alles schwankt, bedarf es eines festen Punktes, auf den man sich stützen kann. Dieser Punkt ist der häusliche Herd; der Herd ist aber kein fester Stein, wie die Leute sagen, sondern ein Herz, und zwar das Herz einer Frau.
Wankelmut Mein Suchen sucht! Viel tausend wandeln Ich! Ich taste Ich Und fasse Du Und halte Dich! Versehne Ich! Und Du und Du und Du Viel tausend Du Und immer Du Allwege Du Wirr Wirren Wirrer Immer wirrer Durch Die Wirrnis Du Dich Ich!
Während ich nach andrer Leute, Andrer Leute Schätze spähe, Und vor fremden Liebestüren Schmachtend auf und nieder gehe: Treibt's vielleicht die andren Leute Hin und her an andrem Platze, Und vor meinen eignen Fenstern Äugeln sie mit meinem Schatze. Das ist menschlich! Gott im Himmel Schütze uns auf allen Wegen! Gott im Himmel geb' uns allen, Geb' uns allen Glück und Segen!
Sicherheit Wer Liebe trägt in tiefer Brust, der ist eine sel'ger Mann – er ist es sich so klar bewußt, daß nichts ihn schrecken kann. Was auch an seinem Busen schlägt, er geht mit frohem Schritt – wer seinen Himmel in sich trägt, der fürchtet die Hölle nit.
Der Verzweifelte Nicht mehr zu dir zu gehen, Beschloss ich und beschwor ich, Und gehe jeden Abend, Denn jede Kraft und jeden Halt verlor ich. Ich möchte nicht mehr leben, Möcht augenblicks verderben, Und möchte doch auch leben Für dich, mit dir, und nimmer, nimmer sterben. Ach rede, sprich ein Wort nur, Ein einziges, ein klares, Gib Leben oder Tod mir, Nur dein Gefühl enthüllle mir, dein wahres!
An das Herz Herz, o laß dein Pochen, Hast ja nichts verbrochen, Strebe nicht nach Glück! Lerne doch vergessen, Was du einst besessen Kehret nie zurück. Liebe, Treue, Frieden, Suche nicht hienieden, Nur umsonst suchst du! Leben giebt nur Klagen, Kummer zu ertragen, Nur im Grab ist Ruh.
Mag auch ein ganzes Land im Wohlstand blüh'n, Nur für das Höchste darf die Seele glüh'n.
An der sonngewohnten Straße, in dem hohlen halben Baumstamm, der seit lange Trog ward, eine Oberfläche Wasser in sich leis erneuernd, still ich meinen Durst: des Wassers Heiterkeit und Herkunft in mich nehmend durch die Handgelenke. Trinken schiene mir zu viel, zu deutlich: aber diese wartende Gebärde holt mir helles Wasser ins Bewußtsein. Also, kämst du, braucht ich, mich zu stillen, nur ein leichtes Anruhn meiner Hände, Sei's an deiner Schulter junge Rundung, sei es an den Andrang deiner Brüste.
Der Himmel hat eine Träne geweint, Die hat sich ins Meer zu verlieren gemeint. Die Muschel kam und schloß sie ein: Du sollst nun meine Perle sein. Du sollst nicht vor den Wogen zagen, Ich will hindurch dich ruhig tragen, O du mein Schmerz, du meine Lust, Du Himmelsträn' in meiner Brust! Gib, Himmel, daß ich in reinem Gemüte Den reinsten deiner Tropfen hüte.
Serenade Wenn Birkenblätter wie goldner Schaum wirbeln auf welkenden Matten, spinn unter Dach deinen friedlichen Traum in Mitternachts Wolkenschatten. Wenn der Wind an deinem Fenster erscheint, ein schneebleicher Freiersmann, träume, daß er es gut mit dir meint und dir nichts anhaben kann. Träume vom spielenden Sonnenstaub, dem heiteren, sommerwarmen, und daß du, umhegt von grünem Laub, geschlafen in meinen Armen.
Amors Pfeil Amors Pfeil hat Widerspitzen. Wen er traf, der laß' ihn sitzen, Und erduld' ein wenig Schmerz! Wer geprüften Rat verachtet, Und ihn auszureißen trachtet, Der zerfleischt sein ganzes Herz.
Du bist krank In aller Wünsche heißem Treiben, Für einen bitt' ich Gottes Segen: Ich möcht' so lange leben bleiben, Als nötig ist, um dich zu pflegen.
Schlußlied Warum ich traure alle Zeit Und wandle allzeit stumm? Ich trag im Herz ein stilles Leid So schwer mit mir herum. Was hilft's, daß ich dem Gram vertrau, Der still mein Herze bricht, Verstehen kannst du's nimmermehr, Und helfen kannst du nicht. Verstehen würdst du nimmermehr Das Leid, das mir geschehn, Ach, die mein Herz gebrochen hat, Kann's selber nicht verstehn.
Wo nichts mehr erlöst, da erlöst die Liebe.
Von Erde zu Erde – was soll ich klagen? Hat doch dazwischen so überviel Segen, Sonne Leben und Liebe gelegen.