Liebe Sprüche – hoffnung

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Ein Wort der Liebe So du ein Wort der Liebe hast, Verschließ es nicht im Herzen; Brich es als Blütenzweig vom Ast Zur Kühlung bittrer Schmerzen. Laß es als Friedenshauch sofort Von deinem Munde fließen, Gleich Heimatsgruß, gleich Mutterwort Wird es den Wandrer grüßen. Es ist die Welt des Hasses voll, Es bluten rings die Wunden; Ein Wort, das aus dem Herzen quoll, Macht manch' ein Herz gesunden.

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Nicht auf immer kann sich verirren, wer den Pfad inbrünstiger Liebe wandelt; später oder früher, einmal wird er sich wiederfinden, still und ruhig in dem Schoß göttlicher Liebe.

Frenzel, Lucifer. Ein Roman aus der Napoleonischen Zeit, 5 Bde., 1873

Was nützt es, wenn das brache Feld ... Was nützt es, wenn das brache Feld Die Furche nur vom Pflug erhält? Streust du nicht Samen auch hinein, Wird Unkraut nur die Ernte sein! Mein Schatz, mit deinem Blick, so mild, Hast du das Herz mir aufgewühlt, Ja scharf, wie eines Pfluges Erz, Fuhr mir's da mitten durch das Herz. Doch ward mein Herz umsonst gepflügt, Da doch nur Gram darinnen liegt – O pflanze deine Liebe drein, Dann wird es voll von Rosen sein!

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Du, Kind, glaubst an den Kaffeegrund, Aufs Lottospiel verläßt du dich: An deine Augen glaube ich. An Unglückstage, Märchen und An Träume glaubst du, die nicht trügen, Ich glaub allein an deine Lügen. An Gott glaubst du ganz wesenlos, Du weißt, daß man zu Heil'gen fleht, Für jeden Kummer ein Gebet. Ich glaube an die Stunden bloß, Die blau und rosig mir erblühen In unsrer blassen Nächte Glühen. Und alles dieses glaube ich So fest und unerschütterlich, Daß ich nur lebe noch für dich.

Verlaine, Ausgewählte Gedichte, übersetzt von Wolf Graf von Kalckreuth, Leipzig 1891; Erstdruck der Sammlung bei Lemerre, Paris 1866

Täglich steht der Tod mir bevor, wohl weiß ich es sicher. Doch wenn ich schau', wie der Chor kreisender Sterne sich schlingt, fühl' ich mich aufwärts gehoben, ich sitze an himmlischer Tafel.

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Der Mensch ist gut, ich weiß es; denn sie lebet. Ihr Herz ist Bürge mir für eine Welt!

Schubert (Hg.), Grillparzers Meisterwerke, 1905

Kein Glück Kein Glück! So hat die Alte mir mit fahlem Lächeln prophezeit, wer in der Liebe Spuren geht, des Weggenoß heißt Herzeleid. Kein Glück! Ich ging durch Klamm und Kluft stieg gipfelauf in Mittagglast und trank der Sonne rotes Blut und mit mir trank der bleiche Gast. Kein Glück! Ich trug den Demantkranz, das Purpurkleid im Märchenschloß, und steh nun doch an Abgrunds Rand – und leise lacht mein Weggenoß.

Müller-Jahnke, Gedichte, Gesamtausgabe, hg. von Oskar Jahnke 1910

Treu-Lieschen Mein Lieschen, stell' das Weinen ein, Auf Regen folgt ja Sonnenschein. Ich kehr' mit Schwalb' und Flieder Und wohl noch früher wieder. Der Bursche sprach's. Vom Giebeldach Sah ihm Treu-Lieschen lange nach, Bis Hoffnung wiederkehrte Und ihren Thränen wehrte. Dei Äuglein wurden wieder klar, Das Herze jeden Kummers bar, Sie wußte: mit dem Flieder Kam ihr der Liebste wieder.

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Und wenn dich das am tiefsten beugt Und wenn dich das am tiefsten beugt, Daß dich die Liebe kränkt: Gott ist's, der ihr die Ziele zeigt Und ihre Pfeile lenkt.

Josephson, Licht im Dunkel. Gedichte und Sprüche, 1902

Muß das Herz dir brechen, Bleibe fest dein Mut, Sei der Schmerz der Liebe Dann dein höchstes Gut.

Chamisso, Gedichte. Aus: Frauen-Liebe und Leben, 1830

Was hilft all das Kreuzigen und Segnen der Liebe, wenn sie nicht tätig wird. Führe mich auf alles, was dir gefallen kann, ich bitte dich, denn ich fühl's nicht immer.

Goethe, J. W., Briefe. An Charlotte von Stein, 10. Dezember 1781

Ein Samariter Ist noch ein Rest von Lieb' in dir, So geize nicht und gieb ihn her; Die reiche, menschenvolle Welt Ist ja an Liebe gar so leer. Auf Märkten biete sie nicht feil, Auch zu Palästen trag' sie nicht; Doch tritt dereinst an deinen Weg Ein still verhärmtes Angesicht – Dem sprich: Bedarfst du wohl des Oels? Zeig' deine Wunde, hier mein Krug! – Und in der Herberg pfleg' ich dein, Wenn diese Gabe nicht genug. Ob Dank, ob Undank dir vergilt Du ziehe stillen Gang's davon, Daß du ein inn'res Wort erfüllt, Sei deinem Herzen schönster Lohn. Und was dir noch im Krüglein blieb Von Liebe, senk' es nicht in's Meer; Die reiche menschenvolle Welt Ist ja an Liebe gar so leer.

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Dulde, trage, rette, schone, vergieb, aber lieb' stets!

Hufeland (Hg.), Worte des Herzens von J. C. Lavater. Für Freunde der Liebe und des Glaubens, hg. von Christoph Wilhelm Hufeland, 8. Auflage 1852 (EA: 1825)

Sternensprache Schau auf, schau auf zum Firmament, und laß von ihm dir zeigen: Von allen Sternen, die ihr kennt, hat keiner Licht zu eigen. Trotz ihrer Größe, ihrer Zahl sind sie nur Lichtverbreiter; ein jeder nimmt des andern Strahl und gibt ihn folgsam weiter. Der einz'ge Sonnenquell des Lichts ist des Allmächt'gen Liebe, und selbst auch diese wäre nichts, wenn sie nicht leuchtend bliebe. Sie geht im Strahlenkleide aus, sich selbst der Welt zu geben, macht jeden Stern zu Gottes Haus und küßt ihn wach zum Leben. Schau auf, schau auf zum Sternenzelt, und laß von ihm dir sagen: Die Liebe wird von einer Welt der andern zugetragen. Gibt sie ein Stern dem andern nicht, weil er Gott nicht verstanden, so ist er für sie ohne Licht und also nicht vorhanden.

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Wer je dir seine Brust erschließt, O, thu ihm, was du kannst, zulieb, Und mach' ihm jede Stunde froh, Und mach' ihm keine Stunde trüb!

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Wie dir, so mir Wie Dir geschah, so solls auch mir geschehn, nur wo Du hinkamst, will auch ich hingehn; Ich will ins Licht nur, wirst im Licht Du sein, bist Du in Nacht, so will ich in die Nacht, bist Du in Pein, so will ich in die Pein, Von Dir getrennt hab ich mich nie gedacht, zu Dir, zu Dir will ich allein, allein!

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Liebe sei dir wie Gott, in welcher Gestalt sie erscheine!

Lavater, Taschenbüchlein für Weise, 1789. [44]

Man muß schon sehr eingebildet sein, zu glauben, man werde geliebt, aber man muß auch sehr unglücklich gewesen sein, um es nicht mehr zu glauben.

Prudhomme, Intimes Tagebuch und Gedanken

Abend Lehnst an meine Schulter du Sanft dein Haupt mit Schweigen, Spiel ich dir ein altes Lied Auf der alten Geigen. Und die Seele, mild gerührt Ob dem süßen Klingen, Fliegt zum hellen Abendrot Auf der Hoffnung Schwingen. Und im Auge dir und mir Glänzt die stille Frage: Bleiben Lieb’ und Seligkeit Bei uns alle Tage? Wenn die Rosen sind verblüht, Wenn die Saiten sprangen, Wird ob unserm Haupte dann So der Himmel prangen? – Stumm noch lauschst du meinem Lied, Ob ich schon geendet; In die Weite traumeshell Ist dein Blick gewendet.

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Sicherung Du meinst, daß Nacht und Frost die Glut verscheuchten, Weil Flammen nicht mehr heiß in Dunkel schwellen – Mich sättigt wunschlos das gestillte Leuchten, In dessen Hut sich Weg und Ferne hellen. Ich spüre, wie auf immer uns vereine Der Glanz, den unvergessne Tage spenden, Und trage still, wie in geweihtem Schreine, Ihr Heiligstes in unbeschwerten Händen. Ich weiß mich fahrlos, was mir auch begegnet, Und nah, wie auch ins Ferne Schicksal ladet, Ich fühle jedes Glück von Dir gesegnet Und jede Schönheit nur durch Dich begnadet.

Stadler, E., Gedichte. Verstreute Gedichte aus den Jahren 1910 bis 1914

Was mir wohl übrig bliebe, Wenn Alles von mir flieht? Es bleibet doch die Liebe Und mit ihr manches Lied. Und mit der Liebe theil' ich Des Lebens Fröhlichkeit, Und mit den Liedern heil' ich Der Liebe Gram und Leid.

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