Zeit Sprüche – klassisch

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Nur zwei Dinge können die Zeit festhalten: Die Erinnerung und die Kunst.

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Die Zeit erkauft man nicht mit Juwelen.

Peiper (Hg.), Stimmen aus dem Morgenlande, oder: Deutsch-Morgenländische Frucht- und Blumenlese. Eine Sammlung von unbekannten oder noch ungedruckten Schriftstücken Morgenländischer Autoren, hg. von Carl Rudolf Samuel Peiper, 1850

Und wenn sie läuft, so läuft sie niemals von uns weg, sondern bewahrt ihren ersten, letzten Tag bis in alle Ewigkeit.

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Die Zeit ist auch Ewigkeit. Die Ewigkeit, deren Flügelschläge die Menschen hören, deren Schläge sie zählen können.

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Zeit ist wie Ewigkeit und Ewigkeit wie Zeit, So du nur selber nicht machst einen Unterscheid.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Die Zeit ist wie ein Bild von Mosaik; Zu nah beschaut, verwirrt es nur den Blick; Willst du des Ganzen Art und Sinn verstehn, So mußt du's, Freund, aus rechter Ferne sehn.

Geibel, E., Gedichte. Juniuslieder. Sprüche, 43.

Die Zeit ist eine feine Herrin.

Fried (Hg.), Lexicon fremdsprachlicher Citate, hg. von Alfred Hermann Fried, Leipzig 1888. Originaltext: Il tempo è un galantuomo.

Die eine Zeit braucht Männer, um zu entstehen, die andere, um zu bestehen; die unsrige hat sie zu beidem nötig.

Jean Paul, Levana oder Erziehlehre, 2. Auflage 1811 (EA: 1807). Drittes Bändchen. Sechstes Bruchstück. Sittliche Bildung des Knaben. § 105

So treiben wir Possen mit der Zeit, und die Geister der Weisen sitzen in den Wolken und spotten unser.

Shakespeare, König Heinrich IV. (King Henry IV), 2 Teile, Erstdruck 1598-1600

Daß langes Schauen zweifellos erblinde, Und wer den Fäden rastlos nachgespürt, Daß dieser, gleich dem überreizten Kinde, So dümmer wird, je länger er studiert?

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Ich weiß wohl, daß jeder denkende Mensch seine Zeit für die allererbärmlichste hält: aber ich muß gestehen, daß ich von der Illusion nicht frei bin.

Schopenhauer, A., Nachlass. Pandectae II (1835)

Die Zeit geht sanft nur mit denen um, die mit der Zeit sanft umgehen.

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Wie oft hast du diese Gestirne leuchten gesehen, und haben sie dich nicht jederzeit anders gefunden? Sie aber sind immer dieselbigen und sagen immer dasselbige: 'wir bezeichnen', wiederholen sie, 'durch unsern gesetzmäßigen Gang Tag und Stunde; frage dich auch: Wie verhältst du dich zu Tag und Stunde?'

Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre, 1821; erweitert 1829. 1. Buch, 10. Kap.

Zeit ist eine Göttin, die allen einen Platz zuweist.

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Willst du recht verstehn die Zeit: Schau sie im Lichte der Ewigkeit.

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Der Zeitpunkt Eine große Epoche hat das Jahrhundert geboren, Aber der große Moment findet ein kleines Geschlecht.

Schiller, F., Gedichte. Tabulae Votivae, in: Musenalmanach für das Jahr 1797

Zeit wohnt in der Seele.

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Es ist eine böse Zeit! – Mißmutig hatte ich die Zeitung weggeworfen, mir eine frische Pfeife gestopft, ein Buch herabgenommen und aufgeschlagen.

Raabe, Die Chronik der Sperlingsgasse, 1857

Das ist der Hauptfehler der meisten Menschen, daß sie den Zeitvertreib höher schätzen als die Zeit.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Unendlich ist der Raum, durch den wir in dunkler Nacht sternenweit schauen, aber bei lichtem Tage bietet er sich fassbar umgrenzt dem Auge. Nie die Zeit: unsichtbar bleibt sie, stumm, unerbittlich, ein Geheimnis dem Menschen, eine Macht, die uns alle unterjocht.

Toeche-Mittler, Stimmungsgedanken über Raum und Zeit, 1907

Die Zeit ist der Stoff, aus dem die großen Unternehmungen gemacht werden.

France, Nützliche und erbauliche Meinungen des Herrn Abbé Jérôme Coignard, gesammelt von seinem Schüler Jacques Tournebroche, übersetzt von Friedrich von Oppeln-Bronikowski, München 1924