Zeit Sprüche – klassisch

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Zeit ist wie ein Wirt nach heut'ger Mode, Der lau dem Gast die Hand drückt, wenn er scheidet, Doch ausgestreckten Arms, als wollt' er fliegen, Umschlingt den, welcher eintritt.

Shakespeare, Troilus und Cressida (Troilus and Cressida), Erstdruck 1610

Ein jeder ist ein Kind der Zeit.

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Der Mensch ist immer von Gott, aber die Zeit ist des Teufels.

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Es gibt ein sehr probates Mittel, die Zeit zu halten am Schlawittel: Man nimmt die Taschenuhr zur Hand und folgt dem Zeiger unverwandt.

Morgenstern, C., Gedichte. Galgenlieder. Zeitgedichte. Aus: Die Zeit

Ein Zeitalter ist umso aufgeklärter, je mehr Rätsel es entdeckt.

Friedell, Die Judastragödie. In vier Bühnenbildern und einem Epilog, entstanden 1916, Erstdruck 1920

Wie sehr auch Euer Innres widerstrebe, Gehorcht der Zeit und dem Gesetz der Stunde!

Schiller, Maria Stuart, 1800. 3. Akt, 3. Auftritt, Shrewsbury

Vergehe Zeit! Vergehe Zeit und mach einer besseren Platz! Wir haben doch nun genug verloren. Setz einen Punkt hinter den grausamen Satz »Ihr habt mich heraufbeschworen.« Was wir, die Alten, noch immer nicht abgebüßt, Willst du es nicht zum Wohle der Jugend erlassen?! Kaum kennen wir's noch, daß fremde Hände sich fassen Und Fremdwer zu Ungleich sagt: »Sei herzlich gegrüßt.« Laß deine Warnung zurück und geh schnell vorbei, Daß wir aufrecht stehen. Vergönne uns allen zuinnerst frei Das schöne Grün unsrer Erde zu sehen.

Ringelnatz, J., Gedichte. Verstreut Gedrucktes

Zu allen Dingen lasse man sich Zeit; nur nicht zu den ewigen.

Kraus, Sprüche und Widersprüche, 4. Auflage 1924 (EA: 1909). IX. Sprüche und Widersprüche

Es schwebt schon jetzt der Geist über der zeitlichen Weite, und solches Schauen ist Ewigkeit, und unsterblicher Gesänge himmlischer Genuss.

Schleiermacher, Monologen. Eine Neujahrsgabe, Erstdruck 1800. I. Betrachtung

Die Zeit ist am klügsten.

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Es ist nicht tot, was ewig liegt, bis daß die Zeit den Tod besiegt.

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Wert der Zeit Nie stille steht die Zeit, der Augenblick entschwebt, Und den du nicht benutzt, den hast du nicht gelebt. Und du auch stehst nie still, der gleiche bist du nimmer, Und wer nicht besser wird, ist schon geworden schlimmer. Wer einen Tag der Welt nicht nutzt, hat ihr geschadet, Weil er versäumt, wozu ihn Gott mit Kraft begnadet.

Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-1839

Wo ist die gute alte Zeit? Wie ist die Jugend so verdorben! Das ist der Väter ew'ge Klage. Und sind die Väter gestorben, So hör' ich wieder der Söhne Frage: Wo ist die gute alte Zeit? Wie ist die Jugend so verdorben! So ging's und geht's in Ewigkeit.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Dein Lob, o Zeit, verkündigen die Sterne, Und neu entdeckte Welten stimmen ein, Dem Ohr gibst du Gehör in weite Ferne, Dem Wort vermagst du Flügel zu verleih'n! Dem Geiste bringst du goldene Gewinne, Dem Auge eine Fülle neuen Licht's, Und tausendfache Reize jedem Sinne, Allein das Herz – dem Herzen gibst du nichts!

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Geduld nur: Zaubrer wissen ihre Zeit.

Shakespeare, König Heinrich VI. (King Henry VI), Erstdruck 1598. 2. Teil, 1591-1592. Erster Aufzug, zweite Szene, Bolingbroke

Die Zeit ist eine Legende und ein Mysterium: Sie hat zehntausend Gesichter, sie brütet über allen Bildern dieser Erde und verwandelt sich mit ihrer fremden unirdischen Glut.

Wolfe, Geweb und Fels (The Web and the Rock), 1939

Nichts ist kostbarer als die Zeit; aber ach, nichts wird von den Menschen geringer geschätzt.

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Die Zeit kann Furchen schreiben in's Gesicht, Doch Furchen d'raus vertreiben kann sie nicht.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Die Zeit, die wir haben, ist nur der Torheit gewidmet, aber diejenige, die wir hoffen, weihen wir der Weisheit.

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Die Zeit ist eine kostbare Ausgabe.

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Dem tüchtigen Menschen, der da lebt, um zu wirken, ist von allen Liebesdiensten, die man ihm innerhalb des Bereiches der bloß konventionellen Freundlichkeit erweisen kann, der größte, daß man seine edle Zeit mit zarter Gewissenhaftigkeit als ein Heiligtum schont.

Rothe, Theologische Ethik, 3 Bde., 1845-48 (2. Auflage in 5 Bänden 1867-71)